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  Isfahan


Eine der wichtigsten Städte Irans, besonders aus einem geschichtlichen Blickwinkel, war Isfahan schon zur Zeit der Sassaniden unter dem Namen Spahan oder auch Spandan weithin bekannt. Seit über dreihundert Jahren ist Isfahan die Hauptattraktion für Reisende. Beidseitig des Zayande Rud liegt die nun drittgrösste iranische Stadt. Die Geschichte der Stadt reicht 2700 Jahre zurück, als eine jüdische Kolonie sich hier erstmals niederließ. Noch immer heißt diese Gegend Yahuddiye. Der Höhepunkt von Isfahans Glanz kam dann im 17. Jahrhundert, als die Stadt von Shah Abbas dem Großen wieder aufgebaut und statt Qazvin als Hauptstadt des Safavidenreiches erklärt wurde. Damals erreichte die Stadt unübertroffene Schönheit.

 Und selbst Heute noch staunen Besucher über die Hoheit der Stadt. Eine Tour durch Isfahan sollte wohl am Meidan-e Naghsh-e Jahan beginnen, dem Platz, den Shah Abbas als Zentrum der Stadt vorgesehen hatte.


Der ganze Platz ist von einer Bogenmauer und der Shah Moschee umschlossen. Die Moschee wird oft als Perfektion der islamischen Architektur angesehen. Die bunten Kachelverzierungen der Sheikh Lotf-ollah Moschee für Damen gehören zu den kunstvollsten Kachelarbeiten der Welt. Die Safaviden Könige thronten im Ali Qapu Palast, der sowohl als Residenz als auch zum abhalten von Zeremonien diente. Der Qeissarriye Basar Isfahans ist eine der exotischsten im Mittleren Osten, mit Teppichen, Kacheln und Miniaturen.

Der Basar ist verbunden mit dem älteren Handelszentrum der Stadt mit der Freitagsmoschee. Diese Moschee ist über 1000 Jahre alt und wurde wahrscheinlich auf einem alten zoroastrischen Feueraltar erbaut. Der Tchehel Sotun Palast wurde als Lustschloss und Gasthaus erbaut. Der Hasht Behesht Palast wurde kürslich wieder aufgebaut. Isfahan hat auch viele wunderschöne Brücken, darunter Khaju, Si-o-se-pol, und Shahrestan, die älteste von allen.

 Shah Abbas brachte einen Großteil der christlichen Armenier von Jolfa in Nordiran nach Neu-Jolfa in Isfahan. Er ließ sie viele Kirchen bauen, darunter die Vank-Kathedrale, nach dem imperialen Stil der Zeit. Die Mutter Shah Sultan Husseins, des letzten Safaviden Herrschers ließ eine Madrasse und Karawanserei in der Tchahar Bagh Strasse bauen. Die Karawansereai ist nun zum Abbassi Hotel umfunktioniert worden, wo die Gäste vom Garten im traditionellen Teehaus die gelb-türkisfarbene Kuppel der Madrasse sehen können.

 Das Hotel bietet neben modersten Einrichtungen und höchstem Luxus eine Zusammenfassung persischer Kunst, mit Malereien und Teppichen, Ornamenten, Kacheln und Spiegelarbeiten. In Isfahan sollte man auch die Minar Jonban und den sassanidischen Feuertempel nicht vergessen.