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  Kerman


Kerman liegt weit weg von den Hauptindustriestätten und reich bebauten Landstrichen, und die Provinz ist nur spärlich bevölkert. Trotzdem ist die Hauptstadt der Provinz überraschend vortschrittlich. Und sie ist übersät von uralten Bauten und Monumenten, die ihre Wichtigkeit in der iranischen Geschichte zeigen.

Verlassene Karawansereis und zerfallene Festungen überall in der Provinz zeigen, dass hier einst einer der wichtigsten Treffpunkte etlicher Karawanenrouten gewesen ist, die das Land mit dem indischen Subkontinent verbanden. Allerdings ist Kerman vielen Kriegen und Verwüstungen ausgesetzt gewesen, der letzte Krieg war der Kampf zwischen Agha Mohammad Khan Qadjars, dem Gründer der Qadjaren Dynastie, und Lotf Ali Khan Zand, dem letzten der Zands.

Agha Mohammad Khan nahm Kerman ein und bestrafte dessen Einwohner mit roher Grausamkeit, weil sie dem Prinzen Beistand geleistet hatten.

Anfang des 19. Jahrhunderts baute der Statthalter Kermans ein attraktives Ensemble dreier Gebäude im Basar, eins davon eine wunderschöne Madrasse mit einem bewunderswerten Garten.

 
Unter den Moscheen Kermans, wie zum Beispiel die Hadji-Agha, die Khadje-Atabeg  und die Malek, ist die Jame Moschee aus der Seldschukenzeit die bedeutendste. Die bekannteste Attraktion Kermans ist aber der Ganj Ali Khan Komlex, mit dem Basar, einem Hammam, das nun als Museum fungiert, einer Karawanserei und einem traditionellen Teehaus. Im Basar gibt es Teppiche, die feinsten Stoffe Irans und herrliche Datteln, und den berühmten Kümmel Kermans. Und Kümmel nach Kerman zu bringen, ist wie Eulen nach Athen zu tragen!