Maschhad ist Irans zweitgrösste Stadt, die
heiligste Stadt des Landes und ein Ziel für
Shi’a-Pilger und die Hauptstadt Khorasan.
Khorasan erstreckte sich einst weit über
Afghanistan, Turkmenistan, Tajikestan und
Uzbekistan.
Die persische Sprache, Farsi, ist hier
entstanden und die meisten Kulturen Ost-Irans
stammen von hier. Auch viele Dichter, Künstler
und Gelehrte lebten und wirkten hier. In näherer
Vergangenheit waltete die Afscharen Dynastie von
Khorasan aus, und Monumente wie der
Sonnenpalast, Qasr-e Khorshid, zeugen aus dieser
Ära. Nader Shah Afschar liegt in Maschhad in
einem modernen Mausoleum.
Imam Reza, der achte Imam der Shi’iten, starb
818 n. Ch. in einem kleinen Dorf namens Sanabad
und wurde neben dem Abbassiden Kalif, Harun
ar-Rashaid beigetsetzt. Die Shi’tien glauben,
dass er ermordet wurde und nannten deshalb seine
Todesstätte Maschhad, Ort des Märtyriums. Heute
gelangen Pilger durch glitzernd verspiegelte
Kammern und bunt gekachelte Durchgänge zu seinem
Grab. Die Räume sind immer mit Scharen von
betenden und den Koran lesenden Menschen
gefüllt.