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  Persepolis


Die gewaltigen Ruinen von Persepolis liegen am Kuh-e Rahmat, dem Berg der Güte, in Marv Dascht, ungefähr 400 Kilometer südlich von Teheran.

Die genaue Zeit der Gründung des Bauwerks ist nicht bekannt. Es scheint, das Dareios I. die Bauarbeiten um 518-516 v. Chr. als Prunkpalast und Zentrum seines riesigen Königreichesausführen ließ.

Die majestätische Audienzhalle und die Wohnpaläste wurden um 330 v. Chr. von Flammen verzehrt, die Alexander der Große nach der Plünderung des Komplexes entfachen ließ. Nach Plutarch wurden die Schätze des Palastes auf 20000 Mulis und 5000 Kamelen fortgebracht. 1620 wurden die unter sich selbst begrabenen Ruinen schliesslich wiedergefunden. Viele Reisende besuchten sie in den kommenden Jahrhunderten. George N. Curzon hat in seinem Werk Persia and the Persian Question (London & New York, 1892) viele der Beobachtungen dieser Reisenden gesammelt und veröffentlicht.

Die ersten wissenschaftlichen Arbeiten wurden jedoch erst 1931 von Ernst Herzfeld begonnen.1931-34 brachte er die wunderschöne östliche Treppe von Apadana ans Licht. Er grub außerdem den Harem von Xerxes aus. Danach übernahm Erich F. Schmidt die Arbeit. Er setzte die weitläufigen Ausgrabungen in und um Persepolis bis 1939 fort, bis der Kriegsanfang in Europa dem archeologischen Interesse ein Ende bereitete