Kunst

Vor etwa 8500 Jahren begann man auf dem Gebiet des heutigen Irans die ersten bemalten Gefäß-Keramiken und Idol-Tonfiguren herzustellen. In der Zeit vor etwa 5000 Jahren wurden anspruchsvolle, dünnwandige Gefäß-Keramiken in Zentren wie Tepe Sialk (bei Kashan), Shahr-e Sokhte (bei Zabol) und in Susa gefertigt. Hinzu kam die Produktion von Schmuck, Bearbeitung von Steingefäßen und von Kupferobjekten. Berühmt sind die Schnabelkannen aus Tepe Sialk und die Keramiken in Tierform, wie beispielsweise Buckelrindern, aus in Nordiran, die vor 3000 Jahren entstanden.




Damals war auch der Höhepunkt der sogenannten Lurestan-Bronzen, von denen besonders die fein herausgearbeiteten Pferdetrensen, die dekorierten Waffen und Fibeln bekannt sind. Vor etwa 2500 Jahren, in achämenidischer Zeit, stand die Bearbeitung von Metallobjekten in voller Blüte. Steinreliefs erfreuten sich besonderer Bedeutung, was bis in die sassanidische Zeit im 400 Jahrhundert n. Chr. anhielt.



Der Beginn der Teppichknüpfkunst verliert sich in grauer Vorzeit. Der im Eremitage-Museum in St. Petersburg aufbewahrte Pazyrik-Teppich, der aus einem Skytengrab aus der Zeit um 500 v. Chr. stammt, zeigt bereits persische Motive. Die Glas- und Keramik- bzw. Porzellanherstellung wurde in islamischer Zeit weiter entwickelt, wobei Ornamentik und Kalligraphie hinzukamen.