Teheran

Tehran

Teheran, die Kapitale Irans und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt in 1100 bis 1700 Metern Höhe an den südlichen Ausläufern des Elburz-Gebirges. Seine 8 Millionen Einwohner leben auf einer Fläche von 700 Quadratkilometern. Schließt man die nahen Städte Karaj, Shahriyar und Varamin ein, so ergibt sich eine Gesamtzahl von 14 bis 15 Millionen Menschen für den Großraum Teheran. Wegen seiner Höhenlage fällt in den Wintermonaten Schnee, während die Temperaturen im Hochsommer auf über 40 Grad Celsius steigen, was aber aufgrund hoher Lufttrockenheit erträglich bleibt. Teheran erstreckt sich über uralte Kulturlandschaft. Funde aus den Siedlungshügeln von Ali Cheshme (Rey), Kara Tepe (Shariyar) und Ismailabad werden bis in das 6. Jahrtausend vor Chr. datiert. Der südliche Vorort Rey war schon in der Antike als Rhages bekannt und eine Drehscheibe der Seidenstraße. 1220 wurde Rey, von den Mongolen zerstört, worauf sich dessen Flüchtlinge in der Kleinstadt Varamin und in Teheran ansiedelten, das bis dahin ein Dorf war. Etwa einhundert Jahre später wird Teheran vom Geographen Mustawfi als Marktplatz erwähnt. Der Safawidenshah Tahmasp I. ließ Teheran um 1550 mit Mauer, Toren und Türmen befestigen.

 

Zweihundert Jahre nach Shah Tahmasp legte Fürst Karim Khan-e Zand (1750-1779) in Teheran eine Festung mit Teilen des späteren Golestan-Palasts und den Basar an. Als Regierungssitz zog er aber Shiraz vor. Der Qajarenfürst Agha Mohammad Khan setze sich in den Machtkämpfen nach Karim Khan-e Zands Tod durch. Er machte Teheran 1789 zur Hauptstadt, wo er 1795 zum Shah gekrönt wurde. Damals hatte es etwa 15.000 Einwohner. Seine Lage war deshalb günstig, da es in der Mitte der Ost-West-Achse des qajarischen Reichs lag. Hinzu kam, dass es hier reichlich Wasser und fruchtbaren Boden gab und dass man sich am nahen Gebirgsrand angenehme Sommersitze einrichten konnte. Sein Nachfolger Fath Ali Shah (1797-1834) errichtete weitere wichtige Teile des Golestan-Palasts und die heutige Imam-Khomeini-Moschee. Shah Reza Pahlawi, der 1925 den letzten Qajaren-König abgesetzt hatte, und zu dessen Regierungsantritt man etwa 250.000 Einwohner zählte, trieb die Modernisierung der Stadt voran, die immer mehr Menschen anzog. So wurde ein großzügiges Straßennetz angelegt. Neue Verwaltungsgebäude, die Universität, der Bahnhof, Krankenhäuser und königliche Palastanlagen in Nordteheran entstanden. Shah Reza Pahlavi wurde 1941 wegen seiner deutschfreundlichen Haltung von Großbritannien und der Sowjetunion zum Rücktritt gezwungen und sein Sohn Mohammad Reza zum Nachfolger ernannt. Vom 28. November bis 1. Dezember 1943 fand die „Teheraner Konferenz“ statt. An ihr nahmen Roosevelt, Churchill und Stalin teil. Nach Kriegsende 1945 steigerte sich der Modernisierungsprozess und viele Industriefirmen siedelten sich im Umfeld an. Heutzutage entfallen etwa 45% der iranischen Wirtschaftskapazitäten auf Teheran. Durch Zuzüge aus den Westprovinzen während des irakisch-iranischen Krieges 1980-1988, durch Landflucht und durch Bevölkerungswachstum stieg die Einwohnerzahl des Großraums Teheran seit Mitte der 1970er Jahre von 4 Millionen auf jetzt etwa 14 bis 15 Millionen. Im Großraum Teheran gibt es knapp 50 Universitäten und Hochschulen. Hauptsehenswürdigkeiten sind das Nationalmuseum, dessen Exponate die zivilisatorische Entwicklung Irans von der frühesten Zeit bis zur Gegenwart aufzeigen, die Golestan-, Saadabad- und Niavaran-Palastanlagen, das Azadi-Monument, der Große Basar, moderne Einkaufszentren, das Reza-Abbasi-Museum, das Nationale Juwelenmuseum, das Teppichmuseum, das Museum für zeitgenössische Kunst und vieles andere.

The Archaeological Section of the National Museum Das Archäologische Abteilung des Nationalmuseums präsentiert eine große Sammlung von Objekten aus den prähistorischen und historischen Zeiten Golestan Palace Complex Golestan Palast Komplex, bestehend aus einem charmanten gespiegelt Empfangshalle, Galerien und königlichen Gemächern, die die Kunst des 19. Jahrhunderts Iran
Glass & Ceramic Museum Glas & Keramik Museum mit wunderschön ausgestellten Exponate aus dem 2. Jahrtausend vor Christus. The Islamic Period Section of the National Museum Die islamische Periode Abschnitt des Nationalmuseums Museum zeigt einige der besten Sammlungen von persischen bildenden Kunst, die zwischen 9. bis 18. blühte.
Crown Jewels Museum  Kronjuwelen Museum zeigt eine der spektakulärsten Sammlungen von Schätzen der Welt Reza Abbasi Museum  Reza Abbasi Museum zeigt eine der fabelhaften Sammlung iranischer Kunst
Carpet Museum  Teppich-Museum zeigt einige fabelhafte Stücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der ganzen Iran Golestan Palace Complex Sa'dabad Complex eine königliche Sommerresidenz der Qajar und Pahlavi Monarchen in einer spektakulären Berg bewaldeten Grundstück.
Green Palace  Green Palace eine kunstvolle und klassizistischen Palast von den Qajars gebaut und von den Pahlavis umgebaut White Palace White Palace durch die Pahlavis als Sommerresidenz des letzten Schahs von Persien dienen gebaut
Grand Bazaar of Tehran  Große Basar von Teheran, ein wirklich persischen dachten Basar, die Irans gesamten Handelssektor steuert, und setzt den Standard für die Preise im ganzen Land. Gate of Bagh-e Melli Tor der Bagh-e Melli, der letzte überlebende der zwölf Tore, die ursprünglich durchbohrt die Lehmwände der alten Zitadelle von Teheran