Qom

Die Stadt Qom mit knapp 1 Millionen Einwohnern liegt auf 930 Meter Höhe am westlichen Rand der Dasht-e Kavir Wüste. Qom besitzt mit der Grabmoschee von Fatemeh Masumeh, der Schwester Imam Rezas, nach Mashhad das zweitwichtigste schiitische Heiligtum Irans. Wegen seiner zahlreichen theologischen Hochschulen ist Qom von überragender Bedeutung für die schiitische Glaubensgemeinschaft und hat Najaf in Irak als wichtigste Ausbildungsstätte für schiitische Geistliche abgelöst. Es gibt hier über 50 Hochschulen und Seminare. Die schiitische Glaubensrichtung fand hier früh viele Anhänger, wozu besonders die schiitischen Zuwanderer im 8. Jahrhundert aus Kufa beitrugen. Das Heiligtum der Fatemeh Masumeh (Haram-e Masumeh oder Haram-e Hezrat-e Fatemeh Masumeh) liegt im Zentrum Qoms. Eine erste Orientierung ist anhand der verschiedenen Kuppeln möglich.

 

Die goldene Kuppel befindet sich über dem Grab der Fatemeh Masumeh, die etwa niedrigere hellbraune Kuppel mit dem Netz weißer Ranken markiert die Tabatabai-Moschee und die große Kuppel mit hellblauen sternförmigen Mustern auf ockerfarbigem Grund gehört zur Azam-Moschee. Das an das Heiligtum anschließende theologische Seminar Feyzieh ist eines der bekanntesten der islamischen Welt. Hier studierte und lehrte Imam Khomeini. Nicht weit davon befindet sich die Marashi Najafi Bibliothek (Ketabkhane-ye Marashi Najafi). Sie zählt zu den drei bedeutendsten Bibliotheken der islamischen Welt und wurde von Ayatollah Marashi Najafi, der 1990 in Qom verstarb, gegründet. Sie besitzt über 37.000 handgeschriebene Manuskripte und über 800.000 Bücher. Trotz der überragenden Bedeutung des Heiligtums, der Seminare und Bibliotheken sei auch auf einige der schönsten Grabtürme Irans hingewiesen, die sich zeitlich an jene in Maragheh anschließen und aus spät-ilkhanidischer und muzaffaridischer Zeit des 14. Jahrhunderts stammen. Drei von ihnen stehen im sogenannten Garten des grünen Grabturms (Bagh-e Gonbad-e Sabz). Hier sind mehrere Mitglieder der Ali Safi Familie beigesetzt, die im 14. Jahrhundert in Qom herrschte

Holy Shrine of Hazrat Masoumeh (A) Heiligen Schrein von Hazrat Masoumeh (A) Irans zweiten heiligste Stätte nach der ihres Bruders, des Imam Reza (A), eine prächtige Schrein dominiert die Skyline von Qom von den Safawiden und der späteren Qajars, die die Kuppel mit vergoldeten Kacheln gebaut